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Herr Kolpert

Zum Stück

»Hereinspaziert. Hier ist Platz. Hier ist sonst nur noch eine Leiche.« So beginnt der makabre Scherz, der sich durch den ganzen Abend zieht. Reichlich verwirrend für Edith und Bastian, die bei Sarah und Ralf zum Essen eingeladen sind: Herr Kolpert, ein gemeinsamer Arbeitskollege der beiden Frauen, sei von den Gastgebern gefoltert und getötet worden. Hemmungslos provozierern die angeblichen Mörder ihre Gäste, genießen deren zunehmende Verunsicherung in vollen Zügen und treiben ihr Spiel immer weiter – bis hin zur grotesken Eskalation.

»Gieselmann versteht es, Situationen präzise zu entwerfen … Das Stück folgt einer Dramaturgie der kalkulierten Überraschungen. Zum Vergnügen der Zuschauer.« Süddeutsche Zeitung

Herr Kolpert, ein Stück des 1972 in Köln geborenen Autors David Gieselmann wurde 2000 am Royal Court Theatre in London uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung fand im gleichen Jahr an der Schaubühne in Berlin unter der Regie von Marius von Mayenburg statt.

Gieselmann wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und Herr Kolpert wurde nicht nur deutschlandweit, sondern auch an internationalen Bühnen wie Tampa/Florida, Florenz, Athen und Sydney zu einem großen Erfolg. Bezüge zu Alfred Hitchcocks Cocktail für eine Leiche und Edward Albees Wer hat Angst vor Virginia Woolf? legen Thema und Szenerie fest, doch Gieselmann geht viel weiter. Slapstickhaftes Timing bringt Witz und Tempo in das Stück, in dem sich dank Gieselmanns unerbittlicher Konsequenz schaurige Abgründe auftun. Herr Kolpert erzählt von der stumpfen Langeweile seiner Figuren ohne jemals selbst langweilig zu sein.

»Besser und schwärzer kann eine Komödie nicht sein.« The Guardian

Wie sehen moderne Abenteuer aus und wie weit darf gegangen werden um die allgegenwärtige Langeweile zu vertreiben? Auf die Antworten zu diesen Fragen darf man gespannt sein.