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Die Glasmenagerie

Eine Postkarte aus Mexiko ist das einzige, was Familie Wingfield von ihrem Vater geblieben ist. Seitdem versucht Mutter Amanda ihre Kinder auf die Notwendigkeiten des Lebens vorzubereiten. Ein sicheres Einkommen und Familienglück sind das Ziel ihrer hartnäckigen Bemühungen.

Doch ihre Kinder scheinen für diese schöne Zukunft nicht empfänglich zu sein. Tochter Laura versteckt sich hinter einer Behinderung und ihrem Spleen, kleine Glastiere zu sammeln. Sohn Tom sorgt zwar für ein finanzielles Auskommen, ist mit dem Kopf aber immer weit weg – in einem Gedicht, einem Kinofilm oder gleich mit der Marine auf hoher See.

Mit sehr verschiedenen Vorstellungen sehen deshalb alle drei dem Besuch von Toms Arbeitskollegen entgegen, der als Lauras „Verehrer“ eingeladen wurde. Einig sind sie sich nur darin: Er ist die letzte Hoffnung, ihr Familienunglück noch zu einem guten Abschluss zu führen.

Das Ringen der disfunktionalen Familie Wingfield zwischen Lebensträumen und wirtschaftlicher Notwendigkeit zieht seit 1944 ungebrochen die Zuschauer in seinen Bann.

Premierenfotos

Tennessee Williams

Tennessee Williams, geboren 1911 in Columbus, Mississippi, erlebte 1944 mit Die Glasmenagerie seinen ersten großen Erfolg. Ruhm und Auszeichnungen brachten ihm auch die späteren Stücke Endstation Sehnsucht und Katze auf dem heißen Blechdach ein. Zu seinem Werk gehören außerdem Kurzgeschichten und eine Reihe Einakter.

Selbst nicht nur Kinogänger, sondern auch sporadischer Drehbuchautor, entwickelte Williams eine neue Ästhetik für das Theater, die sich an den Möglichkeiten des Films orientierte. Bis heute inspirieren seine Stücke Theatermacher und Zuschauer auf der ganzen Welt.

Regie: Gunvor Schmidt
Darsteller: Tobias Berg, Philippe Genêt, Anke Grahl, Mona Link
Regieassistenz: Alicia Richter
Bühnenbild: Nadia Orlopp, Walter Press
Technik: Borna Bechi